Interessengemeinschaft Immermannstraße e.V.
Boulevard und Quartier

Die Immermannstraße

Einzigartig und faszinierend

Mitten in Düsseldorf unweit des Hauptbahnhofes beeindruckt die von mächtigen Bäumen gesäumte Immermannstraße. 

Denn die rund 900 Meter lange, quirlige Geschäftsmeile bildet ein wichtiges Zentrum für die mehr als 8.400 Menschen japanischer Herkunft, die in der Stadt leben und arbeiten. 

So trägt Düsseldorf deutschlandweit als einzige Stadt den Titel „Japantown“.

 

Die Entwicklung: von den Anfängen bis heute

Ursprünglich wurde die Immermannstraße im 19. Jahrhundert als schmale Wohnstraße angelegt, die vom Wilhelmplatz bis zur Oststraße verlief. Dort lebten vor allem zahlreiche Künstler wie Maler der Düsseldorfer Schule, Schriftsteller und Musiker. Der 2. Weltkrieg hinterließ eine Spur der Verwüstung, sodass auch die Immermannstraße neu aufgebaut wurde. So entstand eine moderne Verkehrsverbindung von der Berliner Allee zum Bahnhof. Dabei prägte die zu Beginn der 60er-Jahre errichtete Auffahrt zu einer Autohochstraße, die von den Düsseldorfern „Tausendfüßler“ genannt wurde, eine lange Zeit das Gesicht der Immermannstraße. Nach ihrem Abriss wurde dort im Jahr 2015 die Abfahrt zum Kö-Bogen Tunnel eröffnet. So präsentiert sich die Immermannstraße heutzutage als moderne Geschäftsstraße mit teils aufsehenerregender Architektur. So beeindrucken der „Immermann-Tower“ oder das Deutsch-Japanische Center mit dem Clayton Hotel Düsseldorf mit kubisch-modernen Formen. Im Jahr 2016 investierte das Land NRW in die Umgestaltung der Immermannstraße, um den „Boulevardcharakter“ zu fördern. Ein Highlight im Stadtbild sind im wahrsten Sinne die im Januar 2020 installierten „Kranichleuchten“ im japanischen Origami-Stil. Wer nun Lust bekommen hat, die Immermannstraße in ihrer einzigartigen Vielfalt kennenzulernen, kann sich seit 2021 auch an den zusätzlichen Straßenschildern in japanischer Sprache orientieren – Willkommen in „Little Tokyo“.

Der Namensgeber: ein Mann der Kunst

Als Zeitgenosse des weltberühmten Schriftstellers Heinrich Heine oder des Malers Wilhelm vom Schadow tauschte er sich mit ihnen aus und nannte sie seine Freunde. 

Dabei machte sich der gebürtige Magdeburger Karl Leberecht Immermann (* 24. April 1796 in Magdeburg; † 25. August 1840 in Düsseldorf) selbst einen Namen als deutscher Schriftsteller, Lyriker und Dramatiker. 

Er war Landgerichtsrat und von 1834 bis 1837 auch der Leiter des Stadttheaters in Düsseldorf. Dort entwickelte er die nach ihm benannte „Immermann’sche Musterbühne“ und ging damit in die Theatergeschichte ein. Zu Ehren seiner Verdienste wurde die Immermannstraße nach ihm benannt.